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Der Schriftsteller empfängt die Gäste nicht sonderlich höflich. Er vermutet, sein Alibi soll überprüpft werden. Bärlach gibt zu, dies sei längst geschehen und beginnt, nach Gastmann zu fragen. Man kommt auf dessen Kochkunst zu sprechen, ein Thema, das auch den Alten höchst interessiert. Als sie endlich innehalten, fragt Tschanz in die Gesprächspause hinein: "Hat Gastmann den Schmied getötet?" DerSchriftsteller kann das mit Sicherheit ausschließen, denn er war zur ungefähren Tatzeit noch mit dem Verdächtigen beisammen. Über den Verbleib der Diener zu diesem Zeitpunkt vermag er nichts zu sagen. Tschanz fragt ungeniert weiter, was für eine Art von Mensch Gastmann sei. Im weiteren Verlauf des Gesprächs, in dem Bärlach wieder die Initiative übernimmt, kommt ein Bild Gastmanns zustande, das von folgenden Zügen geprägt ist: Er ist fähig zu jedem Verbrechen, obwohl nicht der Mörder Schmieds; ein Nihilist reinsten Wasseres, der sich im Gutem wie im Bösen vom Zufall bestimmen läßt. Er interessiert den Schriftsteller als Typ, als Beobachtungsgegenstand, als Anregung zum Nachdenken über den Menschen.
Im Jahr 1839 gab es dort den ersten literarischen Skandal um Poe. Er hatte das Vorwort und einige andere wichtige Texte in einem Schulbuch verfaßt. Nun behauptete ein anderer Verlag es handele sich nur um eine Abschrift eines anderen Buches. Poe widersprach dem zwar energisch doch der Plagiatsvorwurf[12] war durchaus berechtigt. Normalerweise hätte Poe bei einem solch offensichtlichen Plagiat niemals teilgenommen, aber er war wieder mal in Finanznöten und so konnte er sich seine Projekte nicht aussuchen. Nach vielen Bemühungen bekam Poe eine Stelle beim „Burton´s Gentleman´s Magazin“. Schon nach drei Monaten wurde er zum Mitherausgeber der Zeitung und übernahm wieder ein Großteil der redaktionellen Arbeit. Poe schriebt nicht nur Kritiken für Romane und Gedichte sondern er zeigte auch seine allgemeines Interesse für wissenschaftliche und technische Errungenschaften. In dieser Zeit veröffentlichte er eine sehr erfolgreiche Erzählungen. Es war „The Fall of the House of Usher“ („Der Untergang des Hauses Usher“). In dieser grauenhaften Erzählung wird die Vorgeschichte zur Zerstörung des Hauses Usher erzählt. Unter Anderem verarbeitete er in dem Text auch seine Vorstellung einer inzestiösen Beziehung. Der Hauptcharakter der Erzählung ist Roderick Usher. Viele Biographen sind der Überzeugung, daß es sich bei diesem Charakter um ein Selbstportrait Poes handelt. Tatsächlich gibt es viele Parallelen, aber wie ich schon sagte sind diese Übereinstimmungen nur ein kleines Spielchen von Poe mit dem er seine mystische Aura erhalten wollte. Eine zeitgenössische Abbildung (siehe rechts) zeigt eine Szene aus „The Fall of the House of Usher“.
Adenauer zeigte jedoch keine Bereitschaft, den Begriff Oder-Neiße-Linie in irgendeiner Weise in den Vertrag aufzunehmen. Statt dessen erinnerte er die Kommissare daran, die Westmächte hätten in Potsdam das staatsrechtliche Fortbestehen Deutschlands in den Grenzen vom 1. Dezember 1937 anerkannt.
Die Presse war beeindruckt : aus einem schwachen Shakespeare war ein starker Dürrenmatt geworden!
Aber wenige Monate nach diesem Mord ist er wieder unruhig geworden und fahrig. Er hatte wieder ein Mädchen gefunden - Annemarie. Als Frau Schrott ihn darauf ansprach kam es zu einem Streit und er rannte hinaus und fuhr mit dem Auto davon. Aber auf der Fahrt zu Annemarie ist er tödlich verunglückt.
1807 kam William Henry Leonard Poe ( Edgars älterer Bruder ) auf die Welt. Man brachte William Henry zur Pflege zu den Großeltern nach Baltimore, damit er seinen mäßig erfolgreichen Eltern nicht im Wege stand.
Die Zielsetzungen:
Dann reiste er mit seiner Frau Lotti nach Amerika, um die Ehrendoktorwürde der Temple University, Philadelphia, entgegenzunehmen. Dann flogen sie nach Florida, Yukatan, Jamaika, Puerto Rico und nach New York. Was sie auf dieser Reise erlebten schildert Dürrenmatt in einem kleinen Buch: Sätze aus Amerika.
Kritiker werten die Ill-Gestalt von recht differenzierten Ansätzen her, ihr so Facetten-Reichtum und theatralisches Anziehungsvermögen bescheinigend, wie einige ausgewählte Belegstellen repräsentativ veranschaulichen mögen.
Wehend, weinend schaun herab,
Durch Zufall findet Bärlach am Tatort eine Revolverkugel.
Mit Phänomenen wie diesen, die man dem menschlichem Geist zuschreiben könnte, erzeugt Poe eine besondere Spannung in seinen Erzählungen. Meiner Meinung nach gibt es heute keinen Schriftsteller, der noch auf diese einfache, aber höchst effektive Weise Angst erzeugen kann. Poe war natürlich nicht der einzige Schriftsteller, der sich damals mit Horrorerzählungen beschäftigte, aber er entwickelte eine besondere Mischung aus den gothischen Gruselmärchen und der englischen Romantik, die bis heute einzigartig ist.
Man konnte vorrangig die Einheit Deutschlands anstreben. Eine solche Politik
Am 19.April 1947 wird im Schauspielhaus Zürich Dürrenmatts abendfüllendes Stück "Es steht geschrieben (Ein Drama)" uraufgeführtt. Dem Stück liegt die Wiedetäufer-Episode im westfälischen Münster zugrunde. Es gibt Parallelen zur nationalsozialistischen Schreckensherrschaft. Dürrenmatt wollte aber sein Stück auf jedes Terrorregime bezogen wissen:
Im Haus hat man den Schuß gehört. Die Musik ist verstummt. An den Fenstern stehen die Damen und Herren der Gesellschaft, ihre Neugier dem Geschehen zugewandt. Bärlach und Tschanz gehen zum Eingangstor zurück. Dort werden sie von Nationalrat und zugleich Oberst von Schwendi, seines Zeichens Gastmann Advokat, erwartet. Offensichtlich angetrunken, behandelt er sie zunächst hocherfahren, beinahe verächtlich. Erst der Hinweis auf den Polizeistatus der nächtlichen Besucher kühlt den Nationalrat etwas ab. Gastmann ist für sie nicht zu sprechen, aber von Schwendi sichert für den nächsten Tag sein Erscheinen bei der Polizei zu. Mit Gastmann will er vorher sprechen. Er läßt sich ein Bild von Schmied geben und verschwindet im Haus.
Der zwergwüchsige Hofnarr, der wegen seiner Behinderung „Hop-Frog“ genannt wird, wird vom König und seine Ministern stetig gepiesackt. Unter Anderem setzten sie den kleinen Kerl dem Alkohol aus, der eine extrem starke Reaktion hervorruft. Normalerweise wird der „Hop-Frog“ schon bei einigen Schlücken Alkohol vollkommen verrückt und verfällt in einen Zustand des Irrsinns. Als der König den „Hop-Frog“ wieder dem Alkohol aussetzt, zeigt dieser keine eindeutige körperliche Reaktion, was den König überrascht. Er sieht jedoch über diese Tatsache hinweg und widmet sich einem anderem Thema. Der König will einen Kostümball veranstalten und sucht einen passenden Scherz um die Gäste zu erschrecken. Der „Hop-Frog“ hat sofort eine Idee und schlägt dem König vor sich als wilde Affen zu verkleiden und somit die Ballgesellschaft zu erschrecken. Der König ist mit dieser Idee sehr einverstanden und läßt sich und seine Minister vom „Hop-Frog“ als wilde Affen kostümieren. Sie werden zuerst mit Teer eingeschmiert und schließlich werden ihnen braune Federn angeklebt. Da die Besucher des Maskenballs noch nie einen Affen gesehen haben, genügt diese Verkleidung um die Gesellschaft in Panik zu versetzen. Der Plan gelingt und Panik macht sich im Saal breit. Schließlich taucht der „Hop-Frog“ auf und befestigt blitzschnell die Kette der vermeintlichen Affenbande an einem Kronleuchter und läßt diesen von den hilfsbereiten Gästen hochziehen. Der überraschte König hängt nun mit seinen Ministern am Kronleuchter. Der „Hop-Frog“ führt jetzt seinen teuflischen Plan aus indem er eine Fackel nimmt und die extrem leichtentzündlichen Teerkostüme entflammt. Das Teer und die Federn brennen hervorragend und töten den sadistischen König und seine Minister qualvoll. Somit erfüllt sich der schreckliche Racheplan des gedemütigten „Hop-Frog“.
Nach eben diesem Namen erkundigt sich Tschanz bei den Tankwarten am Wege. Nach etlichen Versuchen, die vergeblich bleiben, erinnert sich einer: am Montagabend sei so ein Kunde dagewesen. Der Beweis ist erbracht, meint Tschanz, daß Schmied diesen Weg gefahren sei. Bärlach muß ihm das zugestehen, scheint aber den Nutzen dieser Erkenntnis nicht recht einzusehen.
Dürrenmatts "Panne" gibt es in vierfacher Form: als Hörspiel, Erzählung, Fernsehspiel und Komödie. Vier Pensionäre treiben als Spiel, Spaß und Jux, was sie früher berufsmäßig ausübten: Sie sitzen zu Gericht. Ihr Opfer ist der nach einer Autopanne zufällig hereingeschneite und zur Übernachtung eingeladene Alfredo Traps, ein Karrieretyp, im übrigen Durchschnittsbürger. Richter, Staatsanwalt, Verteidiger und Henker knöpfen ihn sich bei einem Festmahl vor. Die vier Greise bohren, stöbern, forschen in Trab´s Vorleben, Leben, Sexual- und Geschäftspraktiken,. . . Sie entdecken da so manchen dunklen Punkt: Verbrechen im sittlichen Sinn, sie entdecken sogar einen psychologischen Mord. Der Richter ermächtigt sich zu einem Todesurteil. Traps akzeptiert. Großer Umtrunk. Ekstase. In der Erzählung stolpert der demontierte Traps allein in sein Zimmer, und als die Herren ihm eine gute Nacht wünschen wollen, hat der sich am Fensterkreuz aufgehängt.