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Im Mai 1945 hat sich Gulliver bei Eisleben aus einer Leichengrube geschleppt und ist der SS entkommen. Seither gilt er amtlich als tot. Früher war er verheiratet mit einer inzwischen verstorbenen Arierin. Jetzt zieht er ungebunden von Ort zu Ort, immer im Verborgenen. Gegen den Jahreswechsel 1944/45 kreuzt sein Leidensweg die Spuren Emmenbergers. Gulliver übersteht wie durch ein Wunder eine Magenresektion ohne Betäubung. Er wird anschließend gesundgepflegt und nach Buchenwald überstellt. Auf dem weg dorthin erfolgt seine vermeintliche Erschießung. Eine Gestalt wie aus dem Märchenbuch, wird der Riese zum Retter für Bärlach.
Rabe auf Buch sitzend
Vom 10. Bis14. September konferierten die drei westlichen Außenminister über die wesentlichen Bestandteile des mit der Bundesrepublik abzuschließenden Vertrages. Sie steckten damit das Betätigungsfeld ab, auf dem ihre Hohen Kommissare mit dem Bundeskanzler dann den Vertrag aushandeln sollten. Nach Abschluß der Verhandlungen war wiederum eine Außenministerkonferenz geplant, diesmal in Paris und zum ersten Mal durch die Anwesenheit des Bundeskanzlers erweitert. Sie hatte die Aufgabe, den Generalvertrag abzusegnen und zu paraphieren. Daran schlossen sich die Verhandlungen um die “Zusatzverträge” an, die den Generalvertrag ergänzten, in erster Linie der “Truppenvertrag” und der “Überleitungsvertrag”, insgesamt eine sehr detaillierte, aber zugleich auch wichtige und schwierige Materie, da sie die Ablösung des Besatzungsregimes und die neuen rechtlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Beziehungen zu den Alliierten und ihren Truppen regelten.
Als Ernst Heinrich Ernesti wohnt der geigende Pseudo-Einstein im Zimmer Nummer 2. In Wirklichkeit ist er der Physiker Joseph Eisler, der Fachwelt bekannt als Entdecker des Eisler-Effekts und vorgeblich seit 1950 verschollen.
Wie man sieht hat Poe die zu anspruchsvolle Ausdrucksweise aufgegeben und löste sich somit leicht von der englischen Romantik.
1817 wurde James Monroe Präsident der USA und mit ihm begann eine neue „Ära des Einvernehmens“, die der Wirtschaft sehr entgegenkam. Wieder machte John Allan beträchtliche Gewinne. Poes Pflegevater hielt sich eher von Poe fern, dafür verhätschelte seine Frau ihn umsomehr. Der kleine Poe wurde bei den zahlreichen Empfängen der Familie Allan den Besuchern stolz präsentiert und Poe selber setzte sich meist selber in den Mittelpunkt. Nachdem der Tisch abgeräumt und das Dessert eingenommen war kam es manchmal vor, daß Poe mit Erlaubnis seines Vaters zum Amüsement der Gäste auf dem Tisch tanzte. Als Belohnung bekam er von seinem Vater schon als Kind regelmäßig verdünnten Wein zu trinken. Dadurch gewöhnte Allan seinen Sohn schon früh an den Alkohol, was Poe für seine späteren Alkoholexzesse vorbereitete. Schon damals hob sich Poes hervorragendes Gedächtnis hervor, das ihn dazu befähigte lange Passagen englischer und schottischer Literatur vorzutragen, die er vorgelesen bekommen hatte und dies bevor er lesen und schreiben konnte. Auch seine musikalischen Fähigkeiten waren sehr stark ausgeprägt, was dazu führte, daß er in seinen späteren Gedichten eine besonders komplexe Wortmelodik benutzte, die den Ausdruck der Gedichte unterstützte. Als er lesen gelernt hatte verschlang er alle Literatur (vor allem Englische), die er finden konnte und machte auf sein Umfeld ein sehr frühreifen Eindruck. Aus diesem Grund und dadurch, daß er sich selbst von seinen Schulkameraden abgrenzte, wurde er bald zum Außenseiter. Während der Schulzeit befreundete er sich nur mit einigen wenigen Gleichaltrigen. 1818 wechselte er in das exklusive „Manor House“ Internat in Stoke Newington bei London auf dem er die Lehrer und Mitschüler mit seinem Intellekt erstaunte. Er lernte Latein und Französisch und beherrschte beide Sprachen schon mit zehn Jahren fast perfekt und war somit viel weiter als seine älteren Mitschüler. Der Direktor des Internats Reverend Bransby bezeichnete ihn als „intelligent, starrköpfig und eigensinnig“.
Durch Zufall findet Bärlach am Tatort eine Revolverkugel.
Sein beruflicher Erfolg färbte sich auch auf sein Privatleben ab. Zu dieser Zeit lebte Poe glücklich mit seiner Frau Virginia, seiner Tante Clemm und der Katze Catherina in einem kleinen idyllischen Haus am Ufer des Shuylkill River.
Eine Unwahrscheinlichkeit reiht sich an die andere. Der Sohn will denn auch Schluß mit den Wildwestmethoden machen. Ihm genügen die Gesetze, um die Betrügereien fortzuführen.
Die Landschaft um Ligerz war idyllisch. Dürrenmatt haßt die Idylle. Die Gegend um Neuchâtel ist herber, felsiger, urtümlicher.
Dich wieder treffen in dem hohlen Tal der Schatten!“
Die Situation und auch die Atmosphäre in der Erzählung ist sehr düster. Immerhin handelt es sich um einen dunklen feucht-modrigen Weinkeller. Diese negative Atmosphäre ist vielleicht eine Spiegelung der Seele des rächenden Mannes. Seine Seele ist mit Sicherheit nicht viel besser als die Atmosphäre des Handlungsortes.
Publikum und Presse zogen sogleich Parallele zu Francos Tod. Losgelöst vom Schicksal Francos gewann Dürrenmatts Komödie kein Eigenleben. Die damaligen Zeitungsberichte verursachten mehr Schauder als seine skrurrile Frist.
Emmenberger läßt Bärlach in den Operationssaal verlegen. Bärlach soll, wie jene Häftlinge in Stutthof, lebendigen Leibes seziert, getötet werden. Das ohne Narkose Zu-Tode-Sezieren war und ist Emmenbergers Leidenschaft. Seine moribunden Patienten sind Bankiers, Industrielle und Politiker, deren Mätressen und Witwen, die sich dem mörderischen Chirurgen in der trügerischen Hoffnung überlassen, ihr Leben um ein paar Tage oder auch nur Stunden zu verlängern, und viele setzen ihn aus Dankbarkeit zum Universalerben ein. Der Kommissär, ein Opfer seines Gerechtigkeits- und Leichtsinns, liegt dem Operationstisch gegenüber im Bett, durch Spritzen gelähmt, es ist Abend, und morgen früh pünktlich um sieben soll das mörderische Operieren beginnen. Wird Bärlach aus der Folterkammer lebend herauskommen?
Tschanz rät, noch weitere Gäste von Gastmann zu befragen. Das sei geschehen, wird ihm versichert. Zum Beispiel einen Schriftsteller. Auch der hätte nichts von Schmied gewußt.
Diese Komödie spielt in unserer Gegenwart an einem nicht näher bestimmten Ort in der Schweiz, und zwar in einer privaten Nervenheilanstalt(Les Cerisiers), die von der berühmten Ärztin für Psychiatrie Mathilde von Zahnd geleitet wird. Patienten sind drei Kernphysiker, die sich verrücktstellen: Johann Wilhelm Möbius, dem angeblich der König Salomo erscheint, Ernst Heinrich Ernesti, der sich für Einstein hält, und Herbert Georg Beutler, der Newton zu sein vorgibt. Jeder dieser Patienten hat eine Krankenschwester ermordet. Hünenhafte Männer haben jetzt die Pflegeaufgaben übernommen. Jedoch muß Inspektor Voß diese Morde untersuchen. Unter der Leitung von Inspektor Voß untersuchen Kriminalbeamte die Leiche der ermordeten Schwester Irene Straub. Oberschwester Marta Boll verwehrt dem Inspektor das Rauchen und gibt Auskunft über den Täter. Das Wort "Mörder" läßt sie nicht gelten, da es sich um einen Kranken handelt. Er heißt Ernst Heinrich Ernesti und hält sich wie bereits erwähnt für Albert Einstein. Die Tat hat er mit der Schnur der Stehlampe ausgeführt. Es handelt sich bereits um den zweiten Mord in der "Villa". Vor drei Monaten hat Georg Beutler, der sich für Newton ausgibt, die Krankenschwester Dorothea Moser erdrosselt. Der Inspekto hält weibliches Pflegepersonal für nicht länger verantwortbar. Die Oberschwester wendet ein, daß Dorothea Moser Ringerin gewesen war und Irene Straub Landesmeisterin im Judosport war.
Die polizeiliche Aufnahme des Tatbestandes ergibt, daß jeder der drei Getöteten noch geschossen hat.Eine zweite Verwundung hat Tschanz am linken Unterarm. Man wird ihm die Notwehr glauben. Am Morgen danach zeigt Lutz dem Obersten von Schwendi die Leichen der Getöteten. In der Nacht hat er Gastmanns Tagebücher gelesen. Plötzlich erscheint alles anders: Gastmann ist als Eindringling in die gehobenen Kreise entlarvt. Schmied erscheint als ein ehrgeiziger junger Polizist, der aus Karrieregründen auf eigene Faust Jagd auf Gastmann gemacht hat. Hier liegt auch das Motiv für Schmieds Ermordung, dies um so eher, als man in der Faust eines Gastmannschen Diener die Mordwaffe gefunden hat. Als Bärlach hinzutritt, schlägt ihm Dr. Lutz vor, ihren alten Streit über moderne Kriminalistik zu beenden. Sie hätten beide nicht recht behalten. Der Fall Schmied sei abgeschlossen.
Doch erst wieder zurück zu Poes Jugend.