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In den deutschlandpolitischen Vorstellungen, die Schuman vertrat, zeigte er kein Entgegenkommen. Die Londoner Empfehlungen vom Juni 1948, die Bidault noch ausgehandelt und die wegen ihrer Härte Adenauers Entsetzen hervorgerufen hatten, trafen auch bei ihm auf Kritik. Wegen zu großer Milde Deutschland gegenüber. Die Zukunft Westdeutschlands sah er, auch hierin dem Mehrheitstrend der französischen Politik folgend, in der Form eines faktischen Staatenbundes. In einer Rede in Poitiers erklärte er am 18. April 1948, daß es “mehrere Allemagnes” gäbe und daß man diesen Gelegenheit bieten sollte, ”sich in autonomen Staaten zu organisieren. Diese Staaten könnten sich dann untereinander verbinden in bezug auf gemeinsame und begrenzte Aufgaben(aus “L´Année politique 1948”, Seite 329-331).”
und starb.
Es zeigt sich, daß die beiden einander seit langem kennen. Daß sich der ungebetene Gast jetzt Gastmann nennt, hat Bärlach seit längerer Zeit gewußt. Auf sein Geheiß ist Schmied als Doktor Prantl bei den Gesellschaften gewesen. Aus dem Munde seines Gegners muß Bärlach hören, daß ihm die Ärzte höchstens noch ein Jahr zu leben geben, vorausgesetzt er läßt sich unverzüglich operieren. Aber gerade dafür hat er jetzt nicht die Zeit, ist doch für ihn die letzte Gelegenheit gekommen, ein vor viezig Jahren begonnenes Vorhaben zu vollenden: den, der sich jetzt Gastmann nennt, der Verbrechen zu überführen, die seinen Lebensweg säumen.
Tschanz erfährt von seinem Kollegen nur, daß man noch immer keine Spur habe von einer Gesellschaft. Ein Herr Gastmann habe zwar dergleichen Gesellschaften gegeben, aber er hatte nicht einmal den Namen Schmied gekannt. Ein Besuch Schmieds bei Gastmann sei einfach nicht möglich gewesen.
Elizabeth Poe
Dezember auf dem Petersberg den Hohen Kommissaren zu verstehen gab: “Aber die Auffassung bei uns ist doch die, daß eine Verteidigung am Rhein einfach ein leeres Wort und nichts anderes ist.” Eine solche Planung müsse eine demoralisierende Wirkung ausübe. Deshalb beharrte er darauf: “Wir würden es sehr begrüßen, wenn von seiten der Westalliierten eine Erklärung abgegeben würde, daß die Bundesrepublik geschützt wird (“Adenauer und die Hohen Kommissare”, Band 1, Seite 55).” Immer wieder sollte er fortan eine solche schriftliche Erklärung fordern, besessen von der Furcht, daß ohne förmliche Verpflichtung die Alliierten nicht in jedem Fall Westdeutschland verteidigen würden.
Adenauers Verhältnis zu Schuman blieb weiterhin distanziert. Die seit 1952 zunehmenden Schwierigkeiten mit der Saar trugen das ihre dazu bei, der herzliche Ton der Beziehung, wie er am Anfang in Bassenheim bestanden hatte, kam nicht wieder. Eher gab es Ausschläge zur Gegenseite hin. So äußerte Adenauer am 23. Mai 1951, daß er über Schumans Verhalten so verärgert sei, daß er sich am liebsten allein betrinken wolle( Lenz, Otto, “Im Zentrum der Macht. Das Tagebuch des Staatssekräters Otto Lenz 1951-1953”, Seite 85). Während er selbst an Autorität gewann und seine politische Stellung ständig festigte, konstatierte er den Machtverfall seines Mit- und Gegenspielers am Quai d´Orsay. Als Schuman dann stürzte, fiel das Schreiben Adenauers vom 9. Januar 1953 anläßlich seines Rücktritts eher unpersönlich aus.
mächte noch der westdeutschen Bevölkerung.
droht sein Schatten tot empor.
Schaffung einer gesamtdeutschen Regierung
speziell Deutsche Ziel der Wiedervereinigung zu eigen zu machen und ihm so
Im Hause spielt jemand Bach auf dem Flügel.
Am 31. Oktober 1949 trat die Bundesrepublik als gleichberechtigtes Mitglied dem europäischen Wirtschaftsrat (OEEC) bei. Hauptaufgabe dieser Organisation war es, im Rahmen der Marshallplan- Hilfe ein gemeinsames europäisches Wiederaufbau-
Mit dem Auto fährt Tschanz nach Ligerz, wo er den Wagen stehen läßt. Zu Fuß wandert er nach Lamboing zu Gastmanns Haus. Er betritt es durch die offenstehende Haustüre und findet den Hausherren wie seine beiden ungeschlachteten Diener reisefertig. Gastmann meint bei dem Anblick von Tschanz, das also sei der Sinn von Bärlachs Drohung.
14.Kapitel:
Am 24.Februar 1979 spricht Dürrenmatt in der Eidgenössischen Technischen Hochschule, Zürich, anläßlich des Feier des 100.Geburtstages von Albert Einstein. im Anhang gibt er 18 Fachbücher als Quellen an.
( eine tragische Komödie)
Zu Beginn der Spielzeit 1969/70 kam es zu Differenzen zwischen den Direktoren in Basel. Nach längerer Krankheit sollte Dürrenmatt ausgebootet werden. Er fühlte sich somit an die Wand gedrückt und erklärte seinen Rücktritt.